Die Parade der Vielfalt 8.0 ist vorüber – der Kampf um die Rechte von Menschen mit Behinderung aber noch lange nicht!

Als Vertreterin von BUMS! und der Stadt AG übergab Frau Heinich die Forderungen an Herrn Dr. Wehner, den zweiten Vizepräsidenten des Landtages.

Zum achten Mal demonstrierten am 5. Mai hunderte Menschen in Dresden, um auf die Rechte behinderter Menschen aufmerksam zu machen und für Gleichstellung und Inklusion einzutreten.

Doch auch wenn Menschen mit und ohne Behinderung an diesem Tag ausgelassen, lautstark und bunt durch die Straßen Dresdens zogen, war der politische Hintergrund aktueller denn je.

So fand vor der Parade eine gemeinsame Fachveranstaltung des Netzwerks BUMS!, der Stadt AG und der Diakonie Dresden mit dem Thema „Und was kommt jetzt? Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) in Sachsen – gemeinsam inklusives Leben gestalten“ statt.

Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam mit Vertreter/innen von Vereinen, Netzwerken und Verbänden, dem Sächsischen Ministerium für Soziales und der Politik zu diskutieren, welche Chancen und Risiken die unterschiedlichen Modelle der Trägerschaft der Eingliederungshilfe in anderen Bundesländern haben und wie ein guter Weg für Sachsen aussehen könnte.

Als Ergebnis wurden konkrete Forderungen an die Verantwortlichen im Gesetzgebungsverfahren formuliert. Diese übergab Frau Annett Heinich als Vertreterin von BUMS! und der Stadt AG zu Beginn der Parade vor dem Landtag an Herrn Dr. Wehner, den zweiten Vizepräsidenten des Landtages. Bei dieser Übergabe waren auch Politiker aus dem Bundestag, dem sächsischen Landtag und der Stadt zugegen.

Danach zog die Parade mit rhythmischer Unterstützung der Sambaband „Samba Universo“ durch die Stadt. Dabei wurden Teilnehmer und Passanten am Postplatz von gehörlosen Demonstranten mit einem SignMob überrascht.  

Am Zielpunkt sprach die Schirmherrin der Parade der Vielfalt, die Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange, zu den anstehenden Herausforderungen für eine inklusive Gesellschaft und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Anschließend fanden neben einem regen Austausch auch vielfältige Aktionen statt. Orientiert an den verschiedenen Handlungsfeldern des Aktionsplanes zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention kamen die Menschen miteinander ins Gespräch. Außerdem gab es ein Unterhaltungsprogramm aus Musik und Tanz. So zeigten neben den Tanzgruppen „multifi identity“ und „Paloma del Sol“ auch die „Trommelakrobaten“ ihr Können. Für eine gute Stimmung sorgte die Band „Paradiso“.

 

Wir gestalten unsere Stadt

Auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam machen - sich dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können: Das ist das Ziel des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.
Deswegen findet in Dresden bereits zum 8. Mal die Parade der Vielfalt statt. Wir freuen uns besonders, dass Frau Staatsministerin Dr. Eva Maria Stange in diesem Jahr die Schirmherrschaft über diese Veranstaltung übernommen hat.

Am Sächsischen Landtag in Dresden, dem Startpunkt der Parade, werden Forderungen zum Bundesteilhabegesetz an Politiker übergeben. Die Inhalte dieses gerade verabschiedeten Gesetzes sollen unbürokratisch, im Sinne der Menschen mit Behinderung, umgesetzt werden.

Mit einer bunten Parade durch die Innenstadt zeigen Menschen mit und ohne Behinderung, Große und Kleine, Junge und Alte, Neugierige und Interessierte wie vielfältig diese Stadt ist.

Das Motto der Aktion Mensch für den diesjährigen Aktionstag lautet "Wir gestalten unsere Stadt!"
Wie aber kann eine Stadt aussehen, wenn wir sie alle gemeinsam mitgestalten und die Bedürfnisse und Fähigkeiten aller Bürger beachtet und eingebunden werden?
Rund um diesen Gedanken werden wir nach der Parade in einer gemeinsamen Aktion unsere Vorstellungen einer inklusiven Stadt miteinander austauschen, gestalten und begreifbar machen.

Dabei orientieren wir uns an den sieben Handlungsfelder des "Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“  der Landeshauptstadt Dresden. Verschiedenste Vereine, Institutionen und Selbsthilfegruppen halten Informationen bereit und kommen mit den Teilnehmern ins Gespräch.

 

Alle Dresdner wie auch Gäste der Stadt sind herzlich dazu eingeladen, gemeinsam herauszufinden, wie wir unsere Stadt gestalten und  positiv verändern wollen. Wir wollen die Vielfältigkeit und das Miteinander in den Mittelpunkt rücken. Gemeinsam sollen die Menschen etwas bewegen und ihre Umgebung aktiv mitgestalten.

Was ist die Parade?

Die Parade der Vielfalt ist eine Aktion zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Seit vielen Jahren gibt es auch in Dresden verschiedene Aktionen anlässlich dieses Tages, um auf die Situation der Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen.

Schon seit 7 Jahren gibt es eine gemeinsame Aktion vieler Verbände und Vereine, um mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Aus diesem Grund findet die Parade mitten in der Stadt statt, ist laut und bunt und zeigt Dresdens Vielfalt. Begleitet wird die Aktion immer von einer intensiven Pressearbeit.

Die Parade der Vielfalt ist eine Aktion der Stadt AG – Aktives Netzwerk für ein inklusives Leben in Dresden e.V. in Zusammenarbeit mit vielen anderen Akteuren.

 

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Menschen demonstrieren zum 5. Mai.

Auf die Situation von Menschen mit Behinderungen in Deutschland aufmerksam machen und sich dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können: Das ist das Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Seit 20 Jahren veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. Dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden.

Engagement bündeln, Aufmerksamkeit gewinnen

Entstanden ist der Protesttag 1992 auf Initiative des Vereins Selbstbestimmt Leben, einer Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen. Die Aktion Mensch hat es sich vor mittlerweile 15 Jahren zur Aufgabe gemacht, das Engagement rund um den 5. Mai zu bündeln. Ausgehend von der sozialpolitischen Lage entwickelt sie jedes Jahr ein übergreifendes Motto, unter das die Organisationen und Verbände ihre Veranstaltungen stellen können. Passend zum jeweiligen Motto bietet die Aktion Mensch den Teilnehmern Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit an sowie Aktionspakete mit verschiedenen Anregungen und unterstützt Projekte auch finanziell. Durch ihr konsequentes Engagement ist es der Aktion Mensch gelungen, über die Jahre immer mehr Aufmerksamkeit auf die Anliegen von Menschen mit Behinderungen zu lenken.

Gemeinsam für Gleichberechtigung starkmachen

Inzwischen ist der Protesttag nicht nur für sozialpolitisch engagierte Menschen ein fester Termin im Kalender. Das steigende Interesse belegen die Zahlen: Als die Aktion Mensch den Aktionstag 1998 zum ersten Mal unterstützt hat, gab es rund 100 Veranstaltungen – 2012 waren es über 600. Bei dieser Gelegenheit setzen sich die Vertreter der Behindertenhilfe und -selbsthilfe gemeinsam für Fortschritte auf politischer und gesellschaftlicher Ebene ein. Darüber hinaus gelingt es aber auch, immer mehr Bürgerinnen und Bürger dafür zu gewinnen, sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu engagieren und den Forderungen nach einer Gesellschaft für alle Menschen Nachdruck zu verleihen.

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